Die wachsenden Bedeutung von Online-Marketing und Web 2.0 im B2b Marketing hat einen interessanten Nebeneffekt: Plötzlich erzielen die traditionellen Formen des B2b Marketing einen unerwartet großen Impact.

Das klassische Direct-Mail – Kreativität zum Angreifen

Wirklich ausgeklügelte und kreative Direct Mail Kampagnen sind zur Seltenheit geworden. Ein immer größer werdender Anteil der Budgets wandert in Richtung Email-Marketing. Direct Mails kommen seltener zum Einsatz und haben dadurch einen höheren Impact, da sie oft als eine willkommene Abwechslung zum überladenen Posteingangs-Ordner gesehen werden. Kreativität und ein sorgfältigem Umgang mit Adresslisten führen in der Regel zu Kampagnen mit hohem Erinnerungswert und bestem ROI.

Fachmessen – Menschen zum Angreifen

Die Anzahl an Ausstellern geht bei wichtigen Branchenevents klar nach oben. Einige Aussteller wurden angesichts der Krise nervös und haben durch ihr Fernbleiben auch gute Fachmessen zum Scheitern verurteilt. Aber jene, die durchgehalten haben, konnten durchwegs eine Steigerung bei den Besucherzahlen verzeichnen. Das beweist, dass virtuelle Messen oder das Web 2.0 (noch) kein akzeptiertes Substitut für face-to-face Networking darstellen.

Was wiederum nicht heißt, das wir die Bedeutung von Online-Marketing ignorieren oder verkennen!

Es geht im B2b Marketing nicht um ENTWEDER und ODER. Der B2b Marketer soll keine unreflektierte Präferenz für einen Kommunikationskanal haben oder sich selbst dazu zwingen, zwischen traditionellem und digitalem B2b Marketing entscheiden zu müssen. Ein Unternehmen muss Medien-neutral sein und die Kanäle nach den Präferenzen des Kunden wählen.

B2B-Marketing ist zu vielfältig und zu komplex, um die Strategiediskussion auf die Frage “Digital oder Traditionell?” zu reduzieren. Und glauben Sie mir, die billigere Variante ist nicht automatisch die richtige, auch wenn Sie Ihre Budgets kürzen müssen! Was für EIN Unternehmen gut ist, muss nicht zwingend für ein anderes passen. Bei der großen Auswahl an Kanälen, die wir jetzt im Angebot haben, ist nicht mehr Bauchgefühl gefragt. Wir müssen wissen, über welche Kanäle zu welchem Zeitpunkt mit den Zielgruppen kommuniziert wird.

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