Da wir immer öfter gefragt werden, wie man als B2b Marketer Twitter nutzen kann, möchte ich kurz beschreiben, wie wir als B2b Marketing Beratungsgesellschaft dieses Tool nützen.

Was ist Twitter?
Laut Wikipedia ist Twitter die erfolgreichste Anwendung von Mikroblogging und bezeichnet das Publizieren von Kurznachrichten (meist unter 200 Zeichen). Im Unterschied zu Blogs ist Microblogging multi-channel-fähig, kann also mobil über das Handy, über einen externen Software-Client (bspw. thwirl), oder über das Telefon via Spracheingabe bedient werden. Es wird auch als soziales Netzwerk oder ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet definiert, welches weltweit per Website, Mobiltelefon, Desktopanwendung, Widget oder Webbrowser-Plug-in geführt und aktualisiert werden kann. Twitter wurde im März 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt und gewann 2007 den South by Southwest Web Award in der Kategorie Blogs.

Twitter ist ein Kommunikationskanal über den wir mit bestehenden und potentiellen Kunden und Meinungsführern über unsere Dienstleistung, Trends und neue Denkansätze diskutieren. Wir posten über neuen Artikel auf unserem Blog, interessante Events oder wir geben Neuigkeiten weiter, die für unsere Followers interessant sein könnten.

Warum nutzen wir Twitter?
Wir sind überzeugt davon, dass im B2b die Social Media bedeutender sind im B2C, da die B2b Produkte oder Dienstleistungen erklärungsbedürftiger sind als B2c Marken. Wenn wir Informationen zu unserer Dienstleistung wie z.B. interessante Ergebnisse unserer Marketingforschung über Social Media wie Twitter absetzen, gehen wir proaktiv auf unsere Zielgruppe zu und informieren sie, ohne dass sie unsere Webseite oder unser Blog besuchen müssen.

Unsere Follower können laufend up-to-date bleiben und der Bezug der Informationen ist zu 100% Opt-In, da ein Follower selbst entscheiden kann, wem er folgt. Wir sehen Twitter als ein Instrument des Inbound Marketings, mit dem wir mit vielen Personen aus der Branche gleichzeitig kommunizieren können.

Wie war der Start auf Twitter?
Im ersten Schritt wurde natürlich der Account erstellt. (Sollten Sie in einem Angestelltenverhältnis sein, vergessen sie bitte nicht, die Angabe des Firmennamens im Profil im Vorfeld mit Ihrem Arbeitgeber abzustimmen.)

Dann folgte der erste Tweet. Wir schrieben über Dinge, die wir interessant fanden und setzten uns zum Ziel eine bestimmte Anzahl von Tweets pro Tag abzusetzen. Das Tagesgeschäft machte uns hier einen Strich durch die Rechnung. (Wir sind aktuell dabei, täglich die benötigte Zeit freizumachen, um regelmäßig zu kommunizieren. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass wir sehen, wie viele Besucher wir über Twitter auf unserer Webseite und Blogseite generieren. Der Erfolg gibt Twitter recht.)

Danach machten wir uns auf die Suche nach interessanten Tweeps. Dabei gingen wir auf unterschiedliche Weise vor. Anfangs folgten wir jenen, die über unsere Dienstleistung, Unternehmen oder Branche geschrieben haben und deren Followers. Wir starteten mit einigen wenigen und warteten ab, wie sich die Sache entwickelte. Dann folgten wir auch dem Mitbewerb oder deren Followers. Diese Tweeps schreiben oft interessante Dinge zur Branche, die wir wiederum mit unseren Followers teilen.

Wer schreibt die Tweets und wem folgen wir?

In unserem Unternehmen sind mehrere Personen autorisiert, über den Firmenaccount zu tweeten. Ich persönlich schreibe die meisten, weiters meine Research Assistenten. Wir folgen grundsätzlich jedem der uns folgt. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz auf Twitter, da auch wir niemandem das Gefühl geben wollen, ihn zu ignorieren. Wir versuchen die Tweets unserer Community zu überblicken, versäumen ob der Menge natürlich viele. Wir lesen jede Direct Message und überwachen ausgewählte Begriffe wie unsere Brand und andere relevante Begriffe in unserer Branche. Über Applikationen wie Tweetdeck können wir einen guten Überblick über die Kommunikation auf Twitter behalten. Wir folgen auch Tweeps mit einer großen Anzahl von Followers außerhalb unserer Branche, weil sie interessante allgemeine Inputs bringen. Grundsätzlich sehen wir nicht die Anzahl der Followers als Qualitätskriterium.

Mit Direct Messages gehen wir sehr sorgsam um, um nicht als Spammer zu gelten. Wenn wir einen Follower bekommen, dann erhält er ein Danke Schön für sein Interesse mit einem Link auf unsere Blogseite.

Wann twittern wir?

Wir setzen grundsätzlich dann einen Tweet ab, wenn wir einen Beitrag gefunden haben, der für unsere Follower von Interesse sein kann, oder nach einem Update unseres eigenen Blogs. Meistens tweeten wir während der Arbeitszeit, weil unsere Zielgruppe dann online ist. Das können wir nachvollziehen über unser Web Analytics. Über den Twitter Account versuchen wir unserer Marke ein Gesicht zu geben, daher streuen wir auch desöfteren Tweets ein, die grundsätzlich nichts mit dem Unternehmen oder unserem Geschäft zu tun haben.

Wenn Sie schon Erfahrungen mit Twitter gemacht haben, hinterlassen Sie doch einen Kommentar!

One thought on “Ein Beispiel wie Twitter von einem B2b Unternehmen genutzt wird.

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