Sie kennen folgende Situation?

Das Projekt „Relaunch der Firmen-Website“ steht kurz vor dem Finale. Facebook und Twitter Accounts sind aufgesetzt.  Die neue Flash-Animation hat alle vom Hocker gehauen. Das CMS ist installiert, es besticht durch Anwenderfreundlichkeit und ist multichannel-fähig. Und wir haben jetzt auch alle Social Sharing Funktionen. Also, wir sind bereit zum golive.

Da war doch noch was.


Ja genau, ruft doch bitte irgendwer die Agentur an! Wir brauchen noch Content für ein paar wenige Seiten. Das meiste haben wir schon, schaut euch doch die alte Website an, was da alles drauf war.

Content Strategie? Nööö. Wir brauchen doch keine Content Strategie. Wir wissen doch, was wir sagen wollen!

Was? Die Agentur hat noch nichts? Die wollen Vorgaben? Typisch.

Da werden wir mal im Marketing nachfragen.

Ahhhso. Die Texterin. Genau! Die Texterin. Die soll doch bitte bis morgen alles updaten und das fehlende ergänzen. Na dann, werden wir Sie einmal briefen.

Seitdem Tag, an dem Unternehmen ihre Webseiten auf die Reise ins world-wide-web schicken, wird intensiv diskutiert über User Experience, Content Management Systeme, Coding, Metadaten, Screen Designs und noch viele andere Begriffe oder Werkzeuge, die den Usern das Aufspüren und Konsumieren von Content erleichtern.

Über den Kern dessen, was eine Webseite ausmacht, den Content, spricht jedoch niemand. Es gibt auch im deutschsprachigen Raum keine Blogs zu dem Thema und kaum spezialisierte Dienstleister.

Es sieht fast so aus, als ob alle übereingekommen sind, dass Content das Problem der anderen ist, im besten Fall das Problem des Users (seitdem das Schlagwort des user generated content herumgeistert).

Denken Sie nun, dass es Zufall ist, dass (von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen) fast nur Müll im Web zu finden ist?

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