Seit wir unsere Content Services anbieten, richten sich Interessenten immer wieder mit der Frage an uns: Was kostet Ihr Content? Natürlich lautet unsere Antwort darauf: Es kommt darauf an. Klingt unschlüssig? Ist es aber nicht. Denn der Preis richtet sich immer nach dem Zweck, den der Content erfüllen soll.

Andererseits unterliegt die Wertigkeit des Content immer der subjektiven Einschätzung des Kunden. Wenn Marketiers ihr Budget für Content erstellen, (sei es für Web Content, Blogs, Editorials, elektronische Newsletter u.a.), dann passiert das entweder a) aus dem Bauch heraus, b) auf Basis der Preise die für PR-Texte oder Kreativleistungen von Agenturen bezahlt wurden oder c) auf einer Einschätzung, was die eigene Arbeit Wert wäre. Somit wird Content zu einer subjektiven Angelegenheit.

Content Kosten

Dazu ein Beispiel. Nehmen wir an, Sie überlegen, Mitglied in einem Fitness Center zu werden. Sie können um 19,90 Euro monatlich bei einem Billiganbieter Ihre Kalorien verbrennen. Dort trainieren Sie auf engstem Raum, duschen in billigen sanitären Einrichtungen, bekommen keine bis dürftige Beratung, haben keinen Personal Trainer, keine Spinning Kurse, Joga oder Body Pump, kein Schwimmbad, schlechte Öffnungszeiten etc.

Oder Sie gehen in einen Fitnessclub der oberen Kategorie, wo Sie von der persönlichen Betreuung bis zum Trainingshandtuch, einem umfassenden Kursplan bis zu unterschiedlichen Saunaeinrichtungen alles vorfinden. Zudem treffen Sie Prominente, Politiker und potenzielle Geschäftspartner und können die Zeit zum Netzwerken nutzen. Der monatliche Preisunterschied liegt jedoch bei rund 50 Euro, also 600 Euro im Jahr!

Was ist also die richtige Wahl? 19,90 im Monat oder 69,90?

Hier gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Beide Fitnesscenter können für Sie die richtige Wahl sein. Es hängt eben davon ab, welches Ziel Sie verfolgen.

Und genauso verhält es sich beim Content. Manchmal reicht „Billig-Content“ aus, in bestimmten Situationen MUSS es aber „Premium-Content“ sein.

Im speziellen dann,

  • wenn Sie eine einzigartige Sprache entwickeln wollen, die sich im Content widerspiegelt.
  • wenn Sie mit Content Reaktionen auslösen wollen, im besten Fall den Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung.
  • wenn der Content auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen ausgeliefert werden soll. (vom Blog-Post zum Video über ein Facebook Post zum Tweet)

Die Erstellung von „Premium-Content“ braucht eben Zeit und Expertise.

Erinnern wir uns nur an den Prozess wie guter Content erzeugt wird.

  1. Der Marketing Plan
  2. Die Content-Strategie als Bestandteil des Marketing Plans
  3. Die Content-Taktik (z.B. der Blog)
  4. Der Editorial-Plan für die jeweilige Taktik
  5. Der Basis Content für die jeweilige Taktik (Blog Post)
  6. Die Überarbeitung des Basis Contents (Expertenmeinung, Korrekturlesen)
  7. Die Verteilung des Content über das Content Management System (CMS)
  8. Die Suchmaschinen-Optimierung des Content (on-page, off-page)
  9. Verbreitung des Content über das Social Web
  10. Erfolgsmessung (Conversions, qualitative Messgrößen)
  11. Evaluierung des Content auf Basis der Erfolgsmessung

In jeder einzelnen Stufe dieses Prozesses fallen Kosten an. Die meisten Marketer sehen aber nur die Kosten für den Basis Content (also für den Text oder ein Video) in der Höhe von 25 Euro pro Post, 100 Euro/Stunde oder 2 Euro für das Wort, je nach Komplexität des Content oder der Branche.

Nehmen wir an, Sie müssten 300 Euro für einen Blogpost bezahlen.Wer macht den laufenden Redaktionsplan? Wer achtet darauf, dass laufend neuer interessanter Content eingespielt wird? Wer verteilt den Content im Social Web? Wer misst den Erfolg des Content?

In den seltensten Fällen haben unsere Auftraggeber einen Content Prozess in ihrem Unternehmen aufgesetzt und die jeweiligen Aufgaben so verteilt, dass sie wirklich nur mehr den Blogpost, das Video etc. zukaufen müssen. In den wenigsten Fällen gibt es ein klares Briefing für den zu erstellenden Content.

Aus diesem Grund hat eine schlüsselfertige Content Lösung auch seinen Preis. Aber unsere Kunden bekommen auch mehr! Viel mehr als nur einen Blogpost.

One thought on “Was darf guter Content kosten?

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