Die Globalisierung führt zu steigendem Wettbewerbsdruck, Produktlebenszyklen werden kürzer, und das Internet hat die Eintrittsbarrieren in vielen Branchen gesenkt. Wenn Unternehmen nachhaltig bestehen und wachsen wollen, dann müssen sie innovieren.Viele haben das in der Vergangenheit auch versucht, meist ging jedoch der Schwung verloren, als mit Outsourcing und Six Sigma der Fokus auf den Kostenfaktor gefallen ist und damit Innovation als Wettbewerbsvorteil an Bedeutung verloren hat.

Den Weg der Rationalisierung und Effizienz-Steigerung können die Unternehmen jedoch nicht endlos gehen. Man kann ein Unternehmen nicht „groß rationalisieren“, die Märkte werden schneller und Effizienz-Steigerung ist dann, wenn Veränderung die einzige Konstante, kein probates Mittel um im Wettbewerb zu bestehen.

Innovation als Schlüsselstrategie und –prozess nimmt mittlerweile einen festen Platz unter den Top-Wachstumspfaden ein wiewohl in den vergangenen Jahren anorganisches Wachstum über Akquisitionen klar den Vorzug bekommen hat. Mittels Firmenübernahmen wurden bestehende Produktpaletten konsolidiert oder ergänzt und man konnte schnell in neue Märkte expandieren.

Mittlerweile befinden viele Unternehmen anorganisches Wachstum als unzulänglich um ihre Wachstumsziele zu erreichen. Im Gegenteil – man weist gesondert darauf hin in welchem Ausmaß ein Unternehmen seine Wachstumsziele ausschließlich über organisches Wachstum erreichen will.

Jüngste Umfragen ergaben, dass Europa’s CEOs Innovationen als eine von 3 Schlüsselinitiativen in den kommenden Jahren sehen. Die steigende Bedeutung des Themas Innovation lässt sich auch an der wachsenden Anzahl einschlägiger Bücher und Seminare festmachen. Clayton Christensen alleine hat drei Topseller zum Thema Innovation veröffentlicht – „The Innovator’s Dilemma“, „The Innovator’s Solution“ und „Seeing What’s Next“.

Innovation im weiteren Sinne beginnt bei der geringfügigen Veränderungen von bestehenden Produkten und geht bis hin zu neuen Produkten, die völlig neue Branchen entstehen lassen (z.B. Red Bull)

Die Boston Consulting Group (BCG) kategorisiert Innovation wie folgt:
(Innovation 2010, A Return to Prominence, S. 12, BCG)

  • „New to the world“ Produkte oder Dienstleistungen, die völlig neue Märkte entstehen lassen
  • neue Produktangebote, die die Expansion in neue Kundengruppen ermöglichen
  • Neue Produkte für bestehende Kunden
  • Inkrementelle Veränderungen am bestehenden Angebot
  • Innovationen im operativen Prozess (supply chain, Produktion, etc.)

Lesen Sie im nächsten Beitrag wie Innovation zum Bestandteil der strategischen Planung wird.

One thought on “Innovation – Schlüssel zum Wachstum im 21. Jahrhundert

  1. Hallo!

    Diese Einteilung nach komplett neu, inkrementell, oder was hat man nicht gesehen ist zwar schön und gut, aber letztlich immer aus der Sicht des Unternehmens und nicht des Kunden. Es geht aber darum ob das Produkt für den Kunden, den Nutzer, eine Neuerung und/oder Veränderung darstellt. Ob es eine Auswirkung auf die Arbeitsweise und den Tagesablauf hat. Denn schließlich entscheidet diese subjektive Einteilung ob der Kunde das Produkt nutzt oder nicht.

    Grüße aus Lyon!
    Jonas

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